P2P Begriff Erklärung Peer-to-Peer Definition Kredite

Kurz erklärt: Was sind P2P-Kredite?

P2P (oder auch: Peer-to-Peer) ist einer dieser Begriffe, bei denen man grob weiß, was dahinter steckt, es aber nicht richtig erklären kann. Das ändern wir jetzt – mit diesem Artikel.

Plattformen wie Bondora, Mintos, EstateGuru und Co. bieten sogenannte P2P-Kredite an. Damit ist gemeint, dass man bei dieser Investmentform einen Vermittler – also der Bank – umgeht, um eine Transaktion direkt zwischen zwei Personen (Peer to Peer) auszuführen.

Beispiel: P2P erklärt

Ein einfaches Beispiel: Paul braucht 500 Euro für einen neuen Computer, hat dieses Geld aber aktuell nicht und möchte aus verschiedenen Gründen keinen Kredit bei einer Bank aufnehmen (z.B. weil er keinen bekommen würde oder weil keine Bank in seiner Nähe liegt).

Nun kann er sich online auf einer der beschriebenen Plattformen einen Kredit holen, der von ganz vielen Privatpersonen getragen wird. Gehen wir mal davon aus, im Schnitt ist ein Kredit 5 Euro wert, dann halten also 100 Einzelpersonen jeweils 5 Euro dieses Kredits.

Paul zahlt nun das Geld an diese 100 Personen zurück (natürlich inklusive Zinsen). Damit umgeht er die Bank und trifft direkt mit den Personen in das Kreditgeschäft. Das wird gerne auch Crowdlending genannt, also das Leihen von Geld bei der „Crowd“.

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P2P kann man sich in etwa so vorstellen: Ein Netzwerk aus Personen leiht einer einzelnen Person Geld. Diese zahlt es dann allen zurück (inklusive Zinsen).

P2P-Kredite: Daher kommt der Name

Im Grunde bedeutet Peer-to-Peer also: direkt zwischen zwei Personen und ohne Bank. In Deutschland umgeht man mit P2P-Krediten den Vermittler (die Bank) aber nicht so ganz, denn hierzulande müssen von Rechtswegen Banken zwischengeschaltet sein.

So tritt bei Auxmoney etwa die SWK Bank als eigentlicher Vertragspartner zwischen Kreditnehmer und den Kreditgebern auf. Bei Plattformen aus anderen Ländern wird das teils anders gehandhabt. So zum Beispiel bei Bondora, Mintos, EstateGuru.

Hinweis: Wenn du P2P Kredite als Kreditnehmer in Anspruch nehmen willst, kannst du diese übrigens über Vergleichsportale wie etwa Smava vergleichen.

Die Geschichte von P2P-Krediten

Die ersten Anbieter für P2P-Kredite waren übrigens Zopa in Großbritannien (2005), Prosper Marketplace in den USA (2006) und eLolly in Deutschland (2007). Daran sieht man auch: Der P2P-Markt hat sich erst durch das Internet gebildet und ist folglich noch sehr jung und offen für stetige Veränderungen und Verbesserungen.

Wenn man sich die Geschichte mal genauer anschaut, sieht man aber, wie groß das Potential für P2P-Kredite ist: 2005 wurden weltweit 118 Millionen Dollar in Peer-to-Peer-Krediten verliehen, 2006 dann 269 Millionen und 2007 schon 647 Millionen US-Dollar.

Im Jahr 2012 – also nur fünf Jahre später – lag das weltweite Volumen dann schon bei ca. 1,5 Mrd. Euro. 2015 wurden alleine in Europa P2P-Kredite mit einem Volumen von 2,1 Mrd. Euro vergeben.

Die 5 größten P2P-Anbieter in Europa

Der weltweit größte P2P-Kredit-Marktplatz ist Lending Club aus den USA. Die fünf größten in Europa sind – zumindest laut einer Forbes-Rangliste aus 2013:

  1. Zopa
  2. Ratesetter
  3. Funding Circle
  4. Auxmoney
  5. Bondora

Wenn du noch Fragen rund um P2P-Kredita hast, schau dir unser ständig erweitertes P2P-Lexikon rund um das Thema an oder lies unsere Guides und Vergleiche, zum Beispiel über Bondora, Mintos, EstateGuru oder Exporo.

Buch-Tipp: Investieren in P2P-Privatkredite: Was man wissen sollte, wie man Fehler vermeidet und erfolgreich investiert


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