Onvista Depot Test Erfahrungen Guide
Bild: Screenshot / Onvista

Onvista-Guide: Das musst du über das Festpreis-Depot wissen

Onvista bietet neben ihrem Finanzportal ein kostenloses Festpreis-Depot an, mit dem Kunden unabhängig vom Volumen handeln können. In diesem Guide erfährst du alles, was du über Onvista wissen musst.

So kannst du dich anmelden

Bevor wir einsteigen, kurz die Information, wie du dich bei Onvista anmelden und dein Depot eröffnen kannst. Dazu klickst du auf der Website des Brokers oben rechts auf den Button „Jetzt Depot eröffnen“. Dort folgst du den Schritten zur Depoteröffnung, die komplett digital von Zuhause aus in wenigen Minuten erledigt ist.

Jetzt Onvista-Depot eröffnen

Was ist Onvista?

Die Onvista Bank ist eine 1997 gegründete Direktbank aus Frankfurt am Main, die von 2000 bis 2015 selbst börsennotiert war. Seit über 15 Jahren bietet sie neben dem bekannten Finanzportal Onvista auch das Onvista-Depot an, mit dem Kunden für einen Festpreis volumenunabhängig handeln können.

Onvista gehörte seit 2017 zur Comdirect Bank, die wiederum seit 2020 vollständig zur Commerzbank gehört. Dadurch unterliegt der Broker der deutschen Bankenaufsicht. Zudem ist er Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.

Was bietet Onvista an?

Onvista bietet ein kostenloses Festpreis-Depot an. Das bedeutet, dass die Depotführung kostenlos ist und du pro Order einen fixen Betrag von 5 Euro zahlst und nicht, wie bei vielen anderen Banken, einen prozentualen Betrag je nach Orderhöhe.

Dadurch sind die Ordergebühren des Depots volumenunabhängig. Es ist also egal, ob du für 100 Euro Aktien kaufst oder für 100.000 Euro – du bezahlst immer nur den Festpreis von 5 Euro.

Dieses Modell kennt man eher von Neo- und Discount-Brokern wie Trade Republic (1 Euro) oder Smartbroker (0, 1 oder 4 Euro), aber nicht von einer Direktbank mit so breitem Angebot im Wertpapierhandel wie der Onvista Bank. Die Neo-Broker sind zwar günstiger, dafür müssen Kunden dort auf andere Dinge verzichten.

Kosten und Gebühren: Was kostet das Onvista-Depot?

Onvista wirbt offensiv mit ihrem 5-Euro-Festpreis. Du kannst also an allen deutschen Börsen immer für genau 5 Euro handeln – und das unabhängig von der Höhe deiner Order.

Ordergebühren: Festpreis vs. prozentuale Gebühren

Rechnen wir das einmal durch und vergleichen Onvista mit einem vergleichbaren Depot einer Direktbank mit prozentualer Ordergebühr von 4,90 Euro Grundgebühr + 0,25 Prozent vom Kurswert (mindestens 9,90 Euro, maximal 59,00 Euro pro Order).

Damit du deine Anlagestrategie bestmöglich wiederfinden kannst, nehmen wir drei Beispielanleger, die in unterschiedlicher Höhe und Anzahl handeln:

  • Anleger Peter handelt 12 x pro Jahr mit jeweils 1.000 Euro
  • Anlegerin Marie handelt 24 x pro Jahr mit jeweils 1.500 Euro
  • Anleger Klaus handelt 50 x pro Jahr mit jeweils 2.000 Euro
AnlegerOnvstiaDirektbank
Peter60,00 €118,80 €
Marie120,00 €237,60 €
Klaus250,00 €495,00 €

An diesem Beispiel siehst du die Stärke eines Festpreis-Depots wie von Onvista. Das Problem bei Banken mit prozentualer Ordergebühr ist, dass sie in der Regel eine Mindestordergebühr von 9,90 Euro verlangen.

Du handelst zwar mit der Grundgebühr zzgl. der 0,25 Prozent eigentlich günstiger als die 9,90 Euro, musst sie aber dennoch als Mindestgebühr bezahlen.

Diese Angaben beziehen sich auf die Ordergebühren auf Seiten der Banken. Dazu kommen noch pauschalierte Handelsplatzgebühren für die jeweiligen Handelsplätze von 2 Euro.

Ordergebühren an internationalen Börsen

Der Festpreis von 5 Euro Ordergebühren gilt natürlich nur an deutschen Börsen. Bei Onvista kannst du aber auch an internationalen Börsen wie der New York Stock Exchange oder der NASDAQ handeln.

Dann kostet es 10 Euro Ordergebühren auf Seiten von Onvista zzgl. pauschalierter Handelsplatzgebühren für den jeweiligen Handelsplatz von 5 Euro.

Kosten für Sparpläne bei Onvista

Sparpläne kosten bei Onvista ebenfalls einen Festbetrag von einem Euro bei einer Mindestanlagesumme von 50 Euro pro Ausführung. Hier kann das Onvista Depot nur dann punkten, wenn du Sparpläne ab 68 Euro ausführst.

Die Gebühren bei den meisten anderen Direktbanken liegen bei 1,5 Prozent der Ordergebühr, die bei 68 Euro pro Ausführung über den einen Euro von Onvista kommt.

Negativzinsen bei Onvista

Bei Onvista gibt es seit Januar 2020 ein Verwahrentgelt auf das Verrechnungskonto, aber nur, wenn du dort mehr als 250.000 Euro parkst. Genauso handhabt es die Comdirect. In unserem Artikel mit Depots ohne Negativzinsen wird Onvista dadurch für die meisten Anleger dennoch als Empfehlung aufgeführt.

Solltest du doch mehr als 250.000 Euro auf dem Verrechnungskonto liegen haben, musst du Negativzinsen von 0,5 Prozent auf das Guthaben auf deinem Verrechnungskonto pro Jahr einkalkulieren.

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Was kannst du auf Onvista handeln?

Bei Onvista hast du ein für eine Direktbank typisch großes Angebot an handelbaren Assets zur Verfügung. Du kannst dort natürlich alle bekannten Aktien aus den USA, Europa und Deutschland handeln, zudem auch viele exotische und kleinere Titel.

Zudem bietet Onvista fast alle in Deutschland zugelassenen Fonds zum Handel an – ebenfalls per Festpreis und dafür ohne Ausgabeaufschläge. Dabei handelt es sich um über 18.000 Fonds, die genauso abgerechnet werden wie Aktienkäufe.

Außerdem gibt es bei Onvista natürlich ETFs, CFDs, Optionsscheine und Zertifikate sowie Sparpläne (dazu gleich mehr). Wer das Risiko eingehen möchte, findet zudem ein Angebot an Intraday- und Wertpapierkrediten.

Gibt es bei Onvista Sparpläne?

Onvista bietet eine Reihe von Sparplan-Möglichkeiten an, darunter 131 ETFs der Marken Lyxor, iShares, Legal & General Investment Management, VanEck, Vanguard und WisdomTree. Die bekanntesten ETF-Indizes (z.B. MSCI World oder MSCI Emerging Markets) sind natürlich vertreten.

Zudem gibt es einen Zertifikate-Sparplan der UBS sowie 74 Fonds, die sparplanfähig sind. Diese Fonds stammen von namhaften Anbietern wie Allianz, HSBC oder DWS und können in folgende Kategorien gegliedert werden:

  • Aktien Deutschland
  • Aktien Europa
  • Aktienfonds Nordamerika
  • Aktienfonds Global
  • Aktienfonds Asien/Pazifik
  • Aktienfonds Emerging Markets Osteuropa
  • Aktienfonds Branchen/Themen
  • Dachfonds, Mischfonds
  • Rentenfonds
  • Geldmarktfonds

Bei Onvista kannst du Sparpläne ab 50 Euro Mindestsparrate und bis 500 Euro Maximalsparrate ausführen. Jede Ausführung kostet immer 1 Euro, egal ob ETF, Fonds oder Zertifikat. Dieser Euro wird von der Sparplanrate abgezogen. Bei einem Sparplan über 50 Euro investierst du also 49 Euro in die Aktie und bezahlst mit einem Euro die Onvista-Gebühr.

Die Termine für die Ausführung sind immer am Anfang des Monats (1.) oder Mitte des Monats (15.). Hier bieten andere Broker mehr Flexibilität, z.B. mit dem 7. und 23. eines jeden Monats, für den Normalfall sollten diese zwei Termine aber ausreichen.

Wo kannst du bei Onvista handeln?

Onvista bietet den Handel an allen deutschen Börsen an. Das sind die Börsen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg-Hannover, München sowie Quotrix, Tradegate und Xetra. Somit kann von 8 Uhr bis 22 Uhr gehandelt werden.

Darüber hinaus kannst du deine US-Aktien auch direkt an der Heimatbörse kaufen. An der New York Stock Exchange (NYSE), der NASDAQ sowie der NYSE American (früher: AMEX) ist der Handel von 15:30 Uhr bis 22 Uhr möglich.

Dafür kannst du ganz bequem dein normales Euro-Verrechnungskonto nutzen. Zudem kannst du Optionen und Futures an der Eurex handeln.

Diese Ordertypen stehen für deine Orders zur Verfügung: Limit-, Stop- und Stop-Limit, Trailing Stop Buy, Trailing Stop Loss, One-Cancels-the-Other, If-Done, Next, Next-One Cancels the Other und natürlich die normale Market Order zum bestmöglichen Preis.

Onvista Limit Stop Loss Ordertypen Erklärung
Die verschiedenen Ordertypen an den verschiedenen Handelsplätzen (Bild: Screenshot / Onvista)

Ist Onvista seriös und sicher?

Onvista ist eine Marke der Commerzbank AG, einer der größten deutschen Banken mit 462 Milliarden Euro Bilanzsumme und fast 50.000 Mitgliedern. Da Onvista zunächst von der Comdirect und diese dann von der Commerzbank übernommen wurde, gehört Onvista inzwischen auch zur Commerzbank.

Aufsicht der BaFin

Wie jede Bank stehen auch die Onvista Bank und die Commerzbank unter der Aufsicht der Bundesfinanzaufsicht (BaFin) und sind strengsten Sicherheitsvorkehrungen verpflichtet.

Einlagensicherung

Zudem sind die Einlagen der Kunden nicht nur von der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde abgesichert, Onvista ist auch noch freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.

Aktien als Sondervermögen

Damit sind die Gelder auf dem Verrechnungskonto abgesichert, Aktien gelten ohnehin als Sondervermögen und würden im Falle einer Insolvenz an den Kunden herausgegeben werden.

Jahrzehntelange Erfahrung und Bekanntheit

Darüber hinaus ist die Marke Onvista seit Jahrzehnten in der Finanzbranche bekannt. Mit ihrer Geschichte, die bis ins Jahr 1997 zurückgeht, kann die Onvista Bank nicht nur langjährige Erfahrung vorweisen, sondern auch noch eines der größten deutschen Finanzportale mit Onvista.

Onvista ist damit sowohl seriös als auch sicher.

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App und Web: So kannst du handeln

Onvista legt den Fokus ganz klar auf die Web-Oberfläche, es gibt zwar eine mobile App für iOS und Android. Damit kannst du aber nicht handeln, sondern nur das Finanzportal nutzen, eine Watchlist anlegen oder in einem Musterdepot üben – und das komplett ohne Bannerwerbung.

Dafür hat der Broker aber seine mobile Seite so optimiert, dass du einfach über den mobilen Browser – bei iOS bspw. mit Safari oder bei Android mit Chrome – handeln oder dein Depot checken kannst.

Onvista Depot App iOS Android
So sieht die mobile App aus (Bild: Screenshot / App Store)

Depoteröffnung: So eröffnest du dein Onvista-Depot

Wenn du ein Depot bei Onvista eröffnen möchtest, ist das ganz einfach. Dazu klickst du auf der Website des Brokers oben rechts auf den Button „Jetzt Depot eröffnen“. Dann folgst du drei einfachen Schritten:

  1. Persönliche Daten: Hier trägst du, wie bei einer Depoteröffnung üblich, deine persönlichen Daten ein. Das sind Name, Anschrift, Geburtsdatum und deine Kontaktdaten. Hier kannst du auch auswählen, ob du ein Einzeldepot oder ein Gemeinschaftsdepot für dich und deinen Partner einrichten möchtest. Dieser Schritt dauert ca. vier Minuten.
  2. Kontoinformationen: Hier gibst du deine Kontoinformationen an. Dieser Schritt dauert ca. zwei Minuten.
  3. Angaben prüfen: Hier prüfst du noch einmal alle Angaben auf ihre Richtigkeit. Das ist wichtig, weil bei der Verifizierung gewisse Angaben abgefragt werden, um sicherzustellen, dass es sich auch wirklich um dich handelt. Das dauert ebenfalls zwei Minuten.

Anschließend musst du mit dem fertigen Antrag auf Depoteröffnung noch deine Identität verifizieren. Das geht per Post Ident (in der Post-Filiale) oder bequem von Zuhause aus per Video Ident. Ist das erledigt, ist dein Depot eröffnet und du erhältst in wenigen Tagen deine Zugangsdaten zugeschickt.

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Vorteile und Nachteile von Onvista

Schauen wir uns nun abschließend die Vor- und Nachteile des Depots an, damit du bestmöglich auf eine mögliche Depoteröffnung vorbereitet bist.

Vorteile

  • Mit dem Festpreis von 5 Euro bist du im Vergleich mit anderen Direktbanken, zu denen wir Onvista hier wegen des breiten Angebots an handelbaren Assets und Handelsplätzen zählen, meistens günstiger unterwegs.
  • Du kannst viele Assets handeln, darunter ein riesiges Aktien- und Fonds-Angebot und Sparpläne von vielen verschiedenen Anbietern.
  • Als Marke der Commerzbank hast du bei diesem Anbieter eine riesige Großbank im Hintergrund, die für Seriösität und Sicherheit sorgt.
  • Onvista ist freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds und bietet damit Schutz über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus.
  • Du hast bei den verschiedenen Ordertypen eine große Auswahl und kannst für jedes Produkt die passende Orderart auswählen.
  • Du kannst einfach an US-Börsen wie der NYSE oder der NASDAQ handeln – ohne spezielles US-Dollar-Konto. Das macht die Abrechnung und Umrechnung für dich einfacher.
  • Bei Sparplänen über 68 Euro pro Ausführung kommst du mit dem Festpreis von 1 Euro pro Ausführung günstiger weg als bei den meisten Direktbanken, die 1,5 Prozent pro Ausführung verlangen.

Nachteile

  • Das ETF-Sparplan-Angebot ist nicht sehr groß, hier könnte sich der Anbieter dem immer breiter werdenden Interesse nach ETF-Investments langsam etwas besser anpassen.
  • Dass es keine mobile App fürs Trading gibt, stört nur geringfügig, da die mobile Seite immerhin mobil optimiert wurde.
  • Wer das breite Angebot eines Direktbank-ähnlichen Depots sucht, kommt mit dem Festpreis-Depot von Onvista oftmals günstiger weg. Aber natürlich gibt es mit Discount-Brokern auch noch günstigere Anbieter.

Fazit: Ist das Onvista-Depot empfehlenswert?

Wenn du eine Depotbank mit langjähriger Erfahrung, starker Marke im Hintergrund, günstigem Festpreis und großer Auswahl an handelbaren Assets und Handelsplätzen suchst, dann ist das Onvista-Depot eine gute Wahl.

Dieses Depot eignet sich gemäß unserer Empfehlung zu mehr als einem Depot perfekt als Basisdepot. Als Ergänzung kann man zudem für kleinere Trades noch ein Depot bei einem Neo-Broker eröffnen.

Wenn du dir dein kostenloses Onvista-Depot eröffnen möchtest, kannst du das ganz einfach über die Website des Brokers tun. Dort klickst du einfach auf „Jetzt Depot eröffnen“ und folgst den Schritten. Die Depoteröffnung dauert etwa 10 Minuten und kann komplett von Zuhause aus abgeschlossen werden.

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