P2P Kredite Investments Bondora Auxmoney

Bondora, Auxmoney & Co.: Wie funktionieren P2P-Investments?

Wie funktioniert eigentlich das Investieren in P2P-Kredite? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel nach.

Kein Kredit von der Bank? P2P könnte eine Lösung sein

Normalerweise gehen wir, wenn wir Geld brauchen, zur Bank und leihen es uns dort. Die Bank bekommt dann das Geld zurück – plus Zinsen. Was aber, wenn wir von der Bank keinen Kredit bekommen oder wir keine Bank in unserer Nähe haben?

Das ist, zugegeben, in Deutschland eher selten der Fall. Die meisten P2P-Plattformen vermitteln die Kredite aber in Ländern wie Estland, Finnland oder Spanien, wo das durchaus auch möglich ist.

P2P: Privatpersonen leihen Privatpersonen

In dem Fall ist eine Möglichkeit, uns das Geld nicht bei einer Bank zu leihen, sondern bei anderen Personen in Form von P2P-Krediten. Diese Art der Kreditnahme umgeht die Bank und macht es uns möglich, als Privatperson von Privatpersonen (Peer-to-Peer) Geld zu nehmen.

Hinweis: Alle Begriffe rund um P2P-Kredite findest du in unserem Finanz-Glossar einfach erklärt.

Plattformen wie BondoraMintos, Estateguru und Exporo verbinden die Kreditnehmer mit den Investoren (den Kreditgebern). Das nennt man auch Crowdlending. Viele investieren je einen kleinen Teil, um einen Kredit zu finanzieren.

P2P: Renditen von 10 Prozent und mehr

Sucht ein Kreditnehmer zum Beispiel 100 Euro, können zum Beispiel 20 Investoren je fünf Euro geben. Diese bekommen ihre fünf Euro natürlich verzinst zurück.

Da die Kreditnehmer bei einer Bank möglicherweise keinen Kredit bekommen können oder wollen, bezahlen sie dafür auch entsprechende Zinsen. Diese liegen teils im Durchschnitt sogar bei 10 Prozent und darüber.

P2P-Plattformen: Passives Einkommen mit Autoinvest

Über Autoinvest-Funktionen, die fast alle P2P-Plattformen haben, kann man dann sein Risiko, die maximale Investitionssumme pro Kredit, die Länder, in die man investieren möchte, etc. einstellen und passiv sein Geld anlegen.

Das Schöne ist: Die zurückgezahlten Zinsen können dann wieder reinvestiert werden und man hat einen Zinseszinseffekt, der nahezu vollautomatisch abläuft.

Investieren in P2P-Kredite: Die Vorteile und Nachteile

Dabei gibt es natürlich einige Vorteile, wie zum Beispiel die sehr ordentlichen Renditen von teils über 10 Prozent, der sehr einfache Zugang zu dieser Anlageform (im Vergleich zu Aktien oder ETFs) und natürlich der sehr passive Ansatz.

Die Nachteile liegen im Risiko, dass einzelne Kredite natürlich auch mal ausfallen können und dass der gesamte P2P-Markt noch sehr jung ist – hier fehlen also noch ein paar Erfahrungswerte über lange Zeiträume.

Fange klein an und steigere dich

Insgesamt sollte hier jeder sehr individuell abwägen, ob für ihn die Vorteile oder die Nachteile überwiegen. Unsere Empfehlung: Schau dir die Plattformen sehr genau an und fange mit einem kleinen Betrag an, um ein Gefühl zu bekommen, bevor du direkt mit größeren Summen arbeitest.

Um dich bestmöglich auf deine Investments in P2P-Kredite vorzubereiten, kannst du dir dieses Buch anschauen: Investieren in P2P-Privatkredite. Ansonsten findest du hier weitere Informationen und Artikel von uns zu diesem Thema:


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Tobias Gillen
Tobias Gillen ist Unternehmer, Journalist und Buch-Autor. Neben seiner Position als Geschäftsführender Gesellschafter der BASIC thinking GmbH hat er 2017 das Online-Magazin FINANZENTDECKER gegründet. Seit 2020 ist er Mitglied bei »Leaders for Climate Action«.