Trade Republic vs Comdirect Depot Vergleich Broker Neobroker Direktbank

Trade Republic vs Comdirect Depot: Direktbank und Neobroker im Vergleich

Trade Republic vs Comdirect – wie schlägt sich der Neobroker im Vergleich zur Direktbank? Wir lassen Trade Republic vs Comdirect im direkten Vergleich antreten und sagen dir, wer dieses Duell gewinnt.

Trade Republic vs Comdirect: So kannst du dein Depot eröffnen

Bevor wir einsteigen, kurz die Information, wie du dich bei Comdirect oder Trade Republic anmelden und dein kostenloses Depot eröffnen kannst. Dazu klickst du auf der Website der Comdirect oder auf der Website von Trade Republic auf „Jetzt Depot eröffnen“ und folgst den Schritten. Die Anmeldung dauert jeweils etwa 10 Minuten und funktioniert bequem von Zuhause aus.

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Trade Republic vs Comdirect: Beide Broker im Vergleich

Wer hat beim Vergleich Trade Republic vs Comdirect Depot die Nase vorn? Genau das schauen wir uns in diesem Artikel im Detail an und sagen dir, für wen sich welches Depot am besten eignet. Die beiden Depots funktionieren auf den ersten Blick ähnlich, unterscheiden sich aber im Detail deutlich. Schauen wir uns zunächst beide Unternehmen im Überblick an.

Comdirect Depot im Überblick

Die Comdirect Bank ist eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Direktbank wurde im Jahr 1994 gegründet, um ein unkompliziertes Angebot für Kunden zu schaffen. Neben dem Comdirect Depot bietet die Bank unter anderem auch noch ein Girokonto, ein Junior Depot und ein Tagesgeldkonto an.

Mit knapp drei Millionen Kunden zählt die Comdirect zu den größten und beliebtesten Direktbanken in Deutschland. Mit dem kostenlosen Comdirect Depot spricht die Direktbank Anleger an, die möglichst sicher und einfach in Aktien und ETFs investieren möchten.

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Trade Republic im Überblick

Trade Republic wurde schon im Jahr 2015 in Berlin von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet und ging 2019 an den Start. Spätestens seit Frühling 2020 erlangte Trade Republic als Neobroker in weiten Teilen Deutschlands große Bekanntheit und führt die Neobroker-Konkurrenz inzwischen als Marktführer an. Das liegt vor allem an der günstigen und einfachen Kostenstruktur (1 Euro Ordergebühren und kostenlose Sparpläne).

Wie das US-amerikanische Pendant „Robinhood“ ermöglicht es Trade Republic, Aktien, ETFs, Derivate und Krypotwährungen bequem per App vom Smartphone aus zu handeln. Seit dem Oktober 2021 gibt es zudem eine Webversion, die es den Kunden ermöglicht, ihr Depot auch im Browser am Computer oder Tablet zu verwalten.

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Runde 1: Sicherheit, Erfahrung und BaFin-Lizenz

Sicherheit ist einer der wichtigsten Punkte in der Geldanlage. Sowohl Trade Republic als auch dei Comdirect verfügen über eine BaFin-Lizenz. Trade Republic hat allerdings „nur“ eine Lizenz als Wertpapierhandelsbank, während die Comdirect als Commerzbank-Tochter eine Vollbanklizenz hat.

Allerdings ist auch eine Lizenz als Wertpapierhandelsbank für einen Neobroker schon eine große Leistung. Kaum ein Neobroker macht sich die Mühe, eine BaFin-Lizenz selbst zu beantragen. Die meisten Neobroker kooperieren dafür lieber mit Banken, die diese bereits haben.

Für die Einlagen, also die Gelder auf dem Verrechnungskonto, kooperiert Trade Republic mit Deutsche Bank, Citibank und Solarisbank. Geld auf dem Verrechnungskonto ist also bei Trade Republic und beim Comdirect Depot bis 100.000 Euro durch die Einlagensicherung geschützt. Aktien und ETFs sind zudem Sondervermögen und werden ohnehin nicht in die Insolvenzmasse eingerechnet.

Sowohl die BaFin-Lizenz, als auch die Sicherheit durch die geltende Einlagensicherung sind also gegeben. Deshalb ist es schwer, einen klaren Gewinner auszumachen. Letztendlich kann sich bei der Frage Trade Republic vs Comdirect im direkten Vergleich trotzdem mit einem kleinen Vorsprung die Comdirect durchsetzen, weil die Comdirect Bank aufgrund der fast 30-jährigen Geschichte und der engen Verwebung in den Commerzbank-Konzern über mehr Erfahrung in allen Marktphasen verfügt.

Sowohl das Comdirect Depot als auch Trade Republic sind sichere Anbieter, wobei sich die Comdirect mit ihrer deutlich längeren Erfahrung hier ganz knapp durchsetzt.

Runde 2: Angebot an handelbaren Assets

Die Auswahl an handelbaren Assets ist für Anleger sehr relevant. Je größer das Angebot eines Brokers im Bereich Aktien, ETFs und Fonds ist, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich und desto höher die Chance, dass das gewünschte Wertpapier auch tatsächlich handelbar und besparbar ist.

Deshalb schauen wir uns im Vergleich Comdirect vs Trade Republic einmal genau an, wie groß das Angebot an handelbaren Assets ist. Den Sparplänen widmen wir uns gesondert in der nächsten Runde.

Produkte Trade Republic Comdirect
Aktien 8.500 26.000
ETFs 1.500 2.500
Fonds 0 50.000
Kryptos 51 0

Beim Vergleich Comdirect vs Trade Republic schlägt sich das Comdirect Depot besser, weil es fast dreimal so viele handelbare Aktien (26.000 vs 8.500) und auch mehr Auswahl bei den ETFs gibt. Somit können sich Anleger aus einer größeren Bandbreite entscheiden.

Allerdings betrifft das nur wirklich sehr exotische, internationale Aktien und ETFs. Wer in die Standardwerte aus DAX, NASDAQ, DOW Jones und Co. investieren möchte, findet diese bei beiden Brokern.

Das Defizit bei Aktien und ETFs gleich Trade Republic zudem dadurch aus, dass es den direkten Handel mit über 50 Kryptowährungen ermöglicht. Bei der Comdirect ist das bislang nur über Zertifikate möglich.

Ob Trade Republic oder Comdirect im Bereich der handelbaren Assets besser abschneidet, lässt sich pauschal nicht beantworten. Beide Broker haben ihre Stärken. Bei Comdirect liegen sie eher bei der größeren Auswahl an Aktien und ETFs, bei Trade Republic eher bei Derivaten und Kryptowährungen.

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Runde 3: Aktien- und ETF-Sparpläne

Nicht viele Menschen haben die Zeit und Energie sich jeden Tag mit allen Aktien und ETFs zu beschäftigen und im Zweifel innerhalb von Minuten auf weltpolitische Ereignisse zu reagieren. Da ist es oftmals besser, einfach langfristig mit Buy and Hold zu investieren, als ständig auf aktuelle Ereignisse zu traden. Dazu passt auch der berühmte Spruch „Time in the market beats timing the market.“

Aktien- und ETF-Sparpläne ermöglichen es dir, in regelmäßigen Abständen zu investieren, ohne selbst aktiv zu werden. Bei der Frage, ob Trade Republic oder Comdirect bei Sparplänen besser abschneidet, gibt es einen klaren Sieger.

Beim Vergleich von Trade Republic und Comdirect schneidet Trade Republic besser ab, weil es mehr Aktiensparpläne (2.500 vs 1.000) gibt. Hinzu kommt, dass die Ausführung der Sparpläne bei Trade Republic kostenlos ab einer Summe von zehn Euro möglich ist. Du kannst zwischen einer wöchentlichen, einer monatlichen und einer Ausführung zweimal im Monat (am Anfang und in der Mitte) wählen.

Sparplan Trade Republic Comdirect Depot
Aktien 2.500 1.000
ETFs / ETCs 1.500 1.500
Fonds 0 1.500
Zertifikate 0 100
Krypots 51 0

Dagegen bietet das Comdirect Depot deutlich weniger Flexibilität an. Die Mindestsparsumme beläuft sich auf 25 Euro und auch bei der Sparplanausführung stehen dir nur monatlich, zweimonatlich und vierteljährlich zur Verfügung. Hinzu kommen dann noch die Provisionen in Höhe von 1,5 Prozent der Sparplansumme pro Ausführung.

Bei den Aktien- und ETF-Sparplänen geht beim Vergleich Trade Republic vs Comdirect Depot eindeutig Trade Republic als Sieger hervor.

Runde 4: Kosten und Gebühren

Die Kosten für den Handel, die Depotführung und Sparpläne sind bei der Entscheidung für oder gegen einen Broker sehr relevant. Schließlich führen hohe Ordergebühren und Provisionen dazu, dass insbesondere bei niedrigen Investments die anfallenden Gebühren die erwirtschaftete Rendite schnell wieder auffressen.

In diesem Bereich sind Neobroker, zu denen auch Trade Republic gehört, in der Regel sehr stark. Im direkten Vergleich zwischen Comdirect Depot und Trade Republic schlägt Trade Republic seinen Konkurrenten aufgrund der einfach zu verstehenden Kostenstruktur deutlich.

So fallen bei Trade Republic lediglich je ein Euro für den Kauf oder Verkauf von Aktien, ETFs und Co. an. Alle restlichen Vorgänge von der Depoteröffnung über die Depotführung bis hin zur Ausführung von Sparplänen und Auszahlungen sind komplett kostenlos.

Kosten Trade Republic Comdirect Depot
Depoteröffnung 0 € 0 €
Depotführung 0 € 0 €
Sparplan 0 € 1,5 %
Ordergebühren 1 € 3,90 €
Orderprovision 0 € 0,25 %
Einzahlung 0 € 0 €
Auszahlung 0 € 0 €

Direktbanken haben es hier meistens etwas schwerer als Neobroker. Das liegt daran, dass sie ein weit breiteres Geschäftsmodell fahren, besseren Support anbieten, mehr Mitarbeiter beschäftigen und insgesamt höhere Kosten haben. Das schmale Kostenmodell, das Neobroker fahren, ist hier kaum möglich.

Dennoch hat es die Comdirect mit ihrem Depot geschafft, ein für eine Direktbank modernes und attraktives Angebot zu schnüren. So gibt es bei aktiver Nutzung des Depots  (zwei Trades oder ein Sparplan pro Quartal) keine Depotführungskosten.

Auch die Sparplangebühren liegen mit einer Provision von 1,5 Prozent pro Ausführung in einem marktüblichen Bereich unter den Direktbanken. Bei einer Sparplanhöhe von 25 Euro fallen zum Beispiel 0,375 Euro an Gebühren an. Das schmälert die Rendite in einem überschaubaren Maß.

Lediglich die Ordergebühren von 3,90 Euro in Kombination mit einer Orderprovision von 0,25 Prozent fallen insbesondere bei niedrigen dreistelligen Investments stark ins Gewicht. Wer allerdings dagegen Aktien für 1.000 Euro kauft, zahlt 6,40 Euro, was umgerechnet 0,64 Prozent entspricht. Das passt für eine Direktbank.

Die einfache und günstige Kostenstruktur von Trade Republic überzeugt im Vergleich zwischen Trade Republic und Comdirect Depot und sorgt dadurch für einen klaren Sieg.

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Runde 5: Service und Support

Wenn es mal Probleme gibt, ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu erreichen. An dieser Stelle hapert es bei Trade Republic etwas. Der Kundensupport ist nur über eine E-Mail beziehungsweise über eine Nachricht in der App erreichbar. Der im Anschluss angebotene Support lässt ebenfalls zu wünschen übrig, weil oftmals zahlreiche Support-Schleifen notwendig sind, um etwaige Probleme zu lösen.

Deutlich besser sieht die Situation derweil bei der Comdirect aus. Hier schlägt das Comdirect Depot Trade Republic im Vergleich, weil es beispielsweise eine 24 Stunden lang besetzte Telefon-Hotline gibt, unter der sich Kunden jederzeit melden können. Außerdem gibt es weitere Kontaktmöglichkeiten (Kontaktformular, E-Mail, Fax).

Beim Service und Support ist spürbar, dass Trade Republic ein relativ junges Unternehmen ist, dass durch einen schwächeren Support Kosten spart, während die Comdirect Bank als Commerzbank-Tochter auf gewachsene und bessere Strukturen im Service zurückgreifen kann.

Trotz Bemühungen den Support bei Trade Republic nach und nach zu verbessern, gewinnt das Comdirect Depot in der Kategorie Service und Support eindeutig.

Runde 6: Webversion und Apps

Insbesondere Trade Republic ist in den ersten Jahren mit einer App-only-Strategie bekannt geworden. Erst etwa drei Jahre nach der Gründung ist eine Webversion an den Start gegangen, die es auch ermöglicht, das Depot am PC oder Tablet zu verwalten.

Die Comdirect Bank ist den entgegengesetzten Weg gegangen. Während es zu Beginn nur am Computer möglich war, das Depot zu verwalten und Aktienkäufe und Aktienverkäufe zu tätigen, hat sich die Direktbank nach und nach den Smartphones geöffnet. Das liegt aber auch daran, dass die Comdirect zu einer Zeit gegründet wurde (1994), als es noch keine Smartphones gab.

Mittlerweile gibt es die Comdirect Trading App, mit der du dein Depot verwalten und Wertpapierhandel tätigen kannst. Zudem gibt es weitere Comdirect Apps, mit denen du auch dein Girokonto oder Tagesgeld managen kannst.

In beiden Apps, von Trade Republic und Comdirect, kannst du dir Kursalarme per Push-Benachrichtigung senden lassen, Aktien und ETFs kaufen und verwalten, die Kurse verfolgen, Sparpläne einrichten und verwalten und Informationen über den Aktienmarkt erhalten.

Bei der Webversion und den Apps gibt es bei der Frage Comdirect Depot oder Trade Republic keinen eindeutigen Sieger. Beide Anbieter überzeugen mit ihrem Angebot, wobei Trade Republic die deutlich besseren Apps hat.

Fazit: Trade Republic vs Comdirect Depot – wer gewinnt den Vergleich?

Wer den Vergleich zwischen dem Comdirect Depot und Trade Republic gewinnt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt auf die eigenen Bedürfnisse und das eigene Anlageverhalten an. Fest steht auf jeden Fall, dass beide Broker ein sehr attraktives Angebot liefern, das auf einem sicheren Fundament fußt.

Wer relativ neu am Aktienmarkt ist und seine ersten Schritt machen möchte, sollte auf Trade Republic setzen. Der Neobroker punktet vor allem mit sehr niedrigen Kosten, einer sehr guten App und geringen Einstiegshürden. Dass die Anzahl der verfügbaren Aktien und ETFs niedriger ausfällt, ist insbesondere für Neulinge zunächst weniger relevant.

Das Comdirect Depot stellt eine interessante Option für Anleger, die eine Kombination aus besserem Service, jahrzehntelanger Erfahrung und vielen Anlagemöglichkeiten suchen. Diesen Mix wiederum bezahlst du durch höhere, aber vertretbare Ordergebühren, die allerdings bei größeren Investments ab 1.000 Euro pro Order weniger ins Gewicht fallen.

Beide Depots kannst du kostenlos eröffnen. Dazu klickst du auf der Website von Trade Republic oder auf der Website der Comdirect Bank auf „Jetzt Depot eröffnen“ und folgst den Schritten. Die Anmeldung dauert jeweils etwa zehn bis 15 Minuten und funktioniert bequem von Zuhause aus.

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Christian Erxleben ist ausgebildeter Journalist mit Erfahrung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Gesundheit. Neben seiner Arbeit für FINANZENTDECKER als Experte für Finanzprodukte, ist er beim Diakoniewerk Martha-Maria tätig. Er investiert aktiv in Aktien und ETFs.