Trade Republic vs N26 Bank Girokonto Vergleich

Trade Republic vs N26 Bank: Welches Girokonto ist attraktiver?

N26 als die größte Neobank in Deutschland oder doch Herausforderer Trade Republic: Welche Neobank bietet das attraktivere Girokonto? Wer überzeugt mit besseren Konditionen, Zusatzleistungen und Zinsen? Wir schauen im Vergleich Trade Republic vs N26 Bank, welches Girokonto besser ist.

Trade Republic vs N26: So kannst du dein Girokonto eröffnen

Bevor wir einsteigen, kurz die Information, wie du dich bei Trade Republic oder N26 anmelden und dein kostenloses Girokonto eröffnen kannst. Dazu klickst du auf der Website von Trade Republic oder auf der Website von N26 auf „Konto eröffnen“ und folgst den Schritten. Die Kontoeröffnung dauert jeweils etwa 10 Minuten und funktioniert bequem von Zuhause aus.

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Trade Republic vs N26: Beide Banken im Vergleich

Wer hat beim Vergleich Trade Republic vs N26 Bank die Nase vorn? Genau das schauen wir uns in diesem Artikel im Detail an und sagen dir, für wen sich welches Girokonto am besten eignet. Beide Girokonten bieten auf den ersten Blick ähnliche Angebote, unterscheiden sich allerdings in den Details deutlich. Schauen wir uns zunächst beide Unternehmen im Überblick an.

Trade Republic im Überblick

Trade Republic wurde schon im Jahr 2015 in Berlin von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet und ging 2019 an den Start. Spätestens seit Frühling 2020 erlangte Trade Republic als Neobroker in weiten Teilen Deutschlands große Bekanntheit und führt die Neobroker-Konkurrenz inzwischen als Marktführer an. Das liegt vor allem an der günstigen und einfachen Kostenstruktur (1 Euro Ordergebühren und kostenlose Sparpläne).

Wie das US-amerikanische Pendant „Robinhood“ ermöglicht es Trade Republic, Aktien, ETFs, Derivate und Kryptowährungen bequem per App vom Smartphone aus zu handeln. Seit Oktober 2021 gibt es zudem eine Webversion, die es den Kunden ermöglicht, ihr Depot auch im Browser am Computer oder Tablet zu verwalten. In diesem Vergleich blicken wir aber auf das neue Trade Republic Girokonto mit Zinsen und einer Visa-Debitkarte.

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N26 im Überblick

Die N26 Bank ist eine deutsche Bank mit eigener Vollbanklizenz, die 2013 von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet wurde. Um die Kosten niedrig zu halten und dadurch auch entsprechend günstige Konditionen an die Kunden weitergeben zu können, ist N26 den Direktbanken beziehungsweise Neobanken zuzuordnen. Sie unterhält also keine Filialen.

Der Fokus liegt bei N26 auf der mobilen App, wobei es auch eine Web-Oberfläche gibt, auf der man sich mit dem Browser anmelden kann. Neben dem Girokonto gibt es bei N26 eine Mastercard-Debitkarte. Dadurch ist das Girokonto auch für Menschen interessant, die viel auf Reisen sind und dort bezahlen oder Geld abheben müssen. Zudem lässt sich damit auch im Internet beim Online-Shopping bezahlen.

In diesem Vergleich zwischen N26 Bank und Trade Republic konzentrieren wir uns auf das kostenlose N26-Konto, das für die meisten Kunden mehr als ausreichend ist. Für Menschen, die dann doch mehr Funktionen oder Features brauchen, bietet N26 aber auch noch Premium-Konten an. Mehr dazu in unserem Guide über die Neobank.

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Runde 1: Sicherheit, Erfahrung und BaFin-Lizenz

Sowohl Trade Republic als auch N26 verfügen bei der BaFin über eine Vollbanklizenz. Damit erfüllen bei Neobanken das Mindestmaß an Sicherheit, das für einen seriösen Anbieter notwendig ist.

Trotzdem gibt es insbesondere bei N26 noch Verbesserungsbedarf. So hatte die BaFin erst im Mai 2024 angekündigt, das Neukundenlimit aufzuheben, dass sie der N26 Bank seit 2022 auferlegt hatte, weil die internen Strukturen nicht im gleichen Maß weiterentwickelt worden sind. So durfte N26 zunächst maximal 50.000 Nutzer pro Monat aufnehmen und seit 2023 dann 60.000. Zeitgleich hat die BaFin noch eine Geldstrafe in Höhe von 9,2 Millionen Euro ausgesprochen, weil die N26 Bank Geldwäscheverdachtsmeldungen zu spät gemeldet hatte.

Da Trade Republic 2015 gegründet worden ist und seit 2019 in Deutschland aktiv ist, hat der Neobroker auch die Gesundheitskrise samt Auswirkungen auf die Wirtschaft überstanden. Durch den Erhalt der Vollbanklizenz im Dezember 2023 und die Erweiterung des Portfolios um ein Girokonto, eine Visa-Debit-Karte und attraktive Zinsen wird Trade Republic vom reinen Broker immer mehr zur attraktiven Neobank mit einem umfassenden Angebot.

Gleiches gilt für N26, das es sogar schon seit 2013 gibt und durch Aktivitäten in über 20 Ländern auch deutlich mehr Kunden betreut (8 Millionen gegen 4 Millionen bei Trade Republic). Nichtsdestotrotz zeigen die Strafen der BaFin und die Beschwerden von Nutzern (zum Beispiel: beim Handelstopp auf Trade Republic 2021), dass die beiden Neobanken durchaus noch Herausforderungen bewältigen müssen.

Im Girokonto-Vergleich Trade Republic vs N26 geht das erste Duell mit einem Unentschieden aus. Beide Banken sind seit mehreren Jahren am Markt, verfügen über eine Vollbanklizenz, erweitern ihr Portfolio kontinuierlich, treiben die Expansion in neue Märkte voran und haben teilweise noch mit den Folgen des schnellen Nutzerwachstums zu kämpfen.

Runde 2: Karten und Bargeld

Im nächsten Schritt wollen wir das Angebot an Karten im Duell Trade Republic Girokonto vs N26 Girokonto genauer anschauen. Obwohl Trade Republic erst seit Januar 2024 eine Visa-Debitkarte anbietet, kann die Berliner Neobank schon über eine Million registrierte Nutzer vermelden. Das Pendant ist die N26 Mastercard-Debitkarte.

Die Trade Republic Debitkarte kannst du bequem mit Google Pay und Apple Pay verknüpfen und somit zum kontaktlosen Bezahlen in Supermärkten verwenden. Ab einer Summe von 100 Euro kannst du rund um den Globus kostenlos Bargeld abheben. Bei niedrigeren Summen wird ein Betrag in Höhe von einem Euro fällig.

Das Kartenangebot beim N26 Girokonto unterscheidet sich marginal. Ein großer Unterschied ist, dass du nur in Deutschland kostenlos Bargeld abheben kannst – und das auch nur drei Mal im Monat kostenlos. Im Ausland ist eine kostenpflichtige Variante notwendig. Dafür gibt es immerhin keinen Mindestbetrag zum Abheben.

Da es sich in beiden Fällen um Debitkarten und nicht um Kreditkarten handelt, kannst du deinen Kreditrahmen mit den Karten nicht überziehen. Das heißt, dass du nur das Geld zur Verfügung hast, das tatsächlich auf deinem Konto liegt. Ebenso sind Hotel-, Flug- und Mietwagenbuchungen, die Kreditkarten voraussetzen, dadurch oftmals möglich.

Sowohl die Trade Republic Visa-Debitkarte als auch die N26 Mastercard-Debitkarte bieten individuelle Vorteile, sind allerdings grundsätzlich vergleichbar. Trade Republic setzt sich am Ende knapp durch, weil du ab einer Summe von 100 Euro weltweit kostenlos Bargeld abheben kannst. Somit geht diese Runde hauchdünn an das Trade Republic Girokonto.

Runde 3: Kosten und Gebühren

Mit dem Trade Republic Girokonto und dem N26 Girokonto vergleichen wir zwei kostenlose Girokonten, die ohne anfallende Gebühren auskommen, wenn du keine außergewöhnlichen Wünsche hast.

Entscheidest du dich für ein Trade Republic Girokonto fallen Kosten in Höhe von einem Euro für Bargeldabhebungen unter 100 Euro an. Wenn du nicht nur die virtuelle Karte, sondern für eine Plastikkarte (5 Euro) oder eine Metallkarte mit Spiegeloptik (50 Euro) entscheidest, kommen ebenfalls einmalige Kosten auf dich zu. Die restlichen Dienstleistungen rund um das Trade Republic Girokonto sind kostenlos.

Die Kostenstruktur beim kostenlosen N26 Girokonto ist auch überschaubar. Der Großteil aller Funktionen ist inkludiert. Nur wenn du den Standard-Umfang sprengst, fallen Kosten an. So zahlst du beispielsweise Gebühren, wenn du im Monat mehr als drei Bargeldabhebungen tätigst.

Darüber hinaus gibt es noch drei kostenpflichtige Konten mit mehr Funktionen und für professionelle Nutzer wie Kleinunternehmer noch drei Geschäftskonten, die dir gegen einen monatlichen Aufpreis zusätzliche Vorteile wie kostenlose Unterkonten, kostenlose weltweite Abhebungen oder ein Versicherungspaket bieten.

Mit Blick auf die Kosten hat das Trade Republic Girokonto im direkten Vergleich mit dem kostenlosen N26 Girokonto die Nase leicht vorne. Zwar kommen beide Girokonto-Anbieter ohne Kontoführungsgebühren aus. Allerdings überzeugt das Trade Republic Girokonto mit einer unbegrenzten und weltweiten Geldabhebung, während das beim N26 Girokonto auf Deutschland und drei Abhebungen im Monat begrenzt ist. Punkt für Trade Republic.

Runde 4: Zinsen und weitere Vorteile

In der aktuellen Hochzinsphase sind die Zinszahlungen für Anleger besonders spannend. Beginnen wir mit dem neuen Herausforderer: Das Trade Republic Girokonto punktet mit 3,75 Prozent Zinsen bei monatlicher Ausschüttung. Eine Obergrenze gibt es nicht mehr (bis Mai 2024 lag diese bei 50.000 Euro).

Trade Republic gibt damit den aktuellen Leitzins eins zu eins an seine Kunden weiter. Um mögliche Differenzen zum aktuellen Leitzins auszugleichen, legt Trade Republic einen Teil der Einlagen in Geldmarktfonds an. Es ist wichtig, dass du das als Anleger weißt, obwohl Geldmarktfonds per se eine risikoarme Anlageform sind und sogar als Sondervermögen zählen.

Neben dem Girokonto ist das Trade Republic Depot ein großer Vorteil für Investoren, die nicht nur ihr Geld verzinst anlegen wollen, sondern auch noch in Aktien, ETFs, Derivate und Kryptowährungen investieren wollen. Aktuell macht es den Anschein, dass das bisherige Verrechnungskonto des Depots und das Girokonto miteinander verschmolzen werden. Eine Trennung zwischen Depot-Konto und Girokonto gibt es wohl nicht.

Das ist beim N26 Girokonto besser gelöst. Dort hast du in der kostenlosen Variante immerhin ein verzinstes Tagesgeld-Unterkonto. Für Neukunden bietet die N26 Bank für einen Zeitraum von einem Jahr 2,6 Prozent Zinsen auf diesem Unterkonto an – nicht auf dem Girokonto direkt. Bestandskunden kommen mit gerade einmal 1,26 Prozent in der kostenlosen Variante deutlicher schlechter weg. Mit Blick auf die gebotenen Zinsen geht das Duell Trade Republic Girokonto vs N26 Girokonto also deutlich an Trade Republic.

Darüber hinaus bietet Trade Republic ein Prozent „Saveback“ bis zu einer Summe von 15 Euro im Monat. Dabei handelt es sich um Cashback, das sofort in einem Sparplan angelegt wird. Mit „Round Up“ kannst du dein Wechselgeld beim Bezahlen ebenfalls direkt in Aktien oder ETFs anlegen lassen. Die Zusatzdienstleistungen sind also noch ausbaufähig. Da bietet das N26 Girokonto mit einem Dispokredit, Konsumentenkrediten, einem Sparkonto und Versicherungen in Kombination mit Clark ein deutlich umfangreicheres Paket an. Ob man das am Ende alles braucht, sei mal dahingestellt.

Einen Sieger in der vierten Runde zu ermitteln, ist schwierig, weil es stark von deinen persönlichen Anforderungen abhängt. Wenn du ein attraktiv verzinstes Girokonto suchst und zugleich noch in Aktien investieren willst, ist Trade Republic der klare Sieger. Wenn du dagegen ein Girokonto suchst, das darüber hinaus mit klassischen Finanzprodukten wie einem Sparkonto, Krediten und Versicherungen punktet, bist du beim N26 Girokonto besser aufgehoben. Somit verbleiben wir diplomatisch mit einem Unentschieden.

Runde 5: Service und Support

Im Bereich Kundenservice bekleckert sich keiner der beiden Girokonto-Anbieter mit Ruhm. Besonders schlecht ist der Support bei Trade Republic. Dieser erfolgt ausschließlich per E-Mail, dauert sehr lange und erfordert viel Geduld vom Kunden, da sich die unterschiedlichen Kundenbetreuer offensichtlich keine Informationen weitergeben. Diese Erfahrung haben wir selbst machen müssen. Es bleibt die Hoffnung, dass Trade Republic mit dem Schritt hin zum Girokonto den eigenen Kundenservice aufbohrt und deutlicher besser besetzt.

Nur minimal besser schneidet dabei N26 ab. Einerseits gibt es einen ausführlichen FAQ-Bereich auf der Website. Andererseits kannst du dich via In-App-Chat von 7 bis 23 Uhr an den Kundenservice wenden. Im Zweifelsfall ruft der Kundenservice von N26 dich zurück. Der proaktive Telefonkontakt vom Kunden aus wurde für das kostenlose N26 Girokonto gestrichen. Diese Dienstleistung steht nur noch Bezahlkunden zur Verfügung.

Das Duell Trade Republic vs N26 Girokonto geht mit einem hauchdünnen Vorsprung an N26, weil das gebotene Maß an Unterstützung noch ein Stück weit ausgeprägter ist. Trotzdem bleibt das Angebot der beiden Girokonto-Kontrahenten deutlich hinter der Konkurrenz von beispielsweise C24 zurück, die einen Telefonkontakt ermöglichen und dir somit deutlich bessere Unterstützung bieten.

Fazit: Trade Republic oder N26 – wer gewinnt den Vergleich?

Obwohl N26 seit über zehn Jahren mit seinem Girokonto aktiv ist und Trade Republic erst seit Mai 2024, ist das Duell der beiden Neobanken erstaunlich ausgeglichen.

Trade Republic überzeugt vor allem mit sehr attraktiven Zinsen, niedrigen Kosten und der Möglichkeit, aus einer App heraus auch noch mit Aktien, ETFs, Derivate und Kryptowährungen zu handeln. Deshalb dürfte Trade Republic für viele Nutzer sogar als Gewinner aus dem Duell hervorgehen. Wer dagegen eher Wert auf ein breites Portfolio an Finanz- und Service-Dienstleistungen, ein kostenloses Unterkonto sowie ein Minimum an Kundenservice legt, trifft mit dem N26 Girokonto die bessere Wahl.

Letztendlich werden die kommenden Monate zeigen, wer sich im knappen Duell Trade Republic Girokonto vs N26 Girokonto durchsetzt. Für den Start ist das Angebot von Trade Republic definitiv sehr attraktiv. Die Neobank aus Berlin hat die Chance, zahlreiche neue Kunden zu überzeugen und den Girokonto-Markt in Deutschland aufzumischen.

Um dein kostenloses Girokonto zu eröffnen, klickst du auf der Website von Trade Republic oder auf der Website von N26 auf „Girokonto eröffnen“ und folgst den dort angegebenen Schritten. Die Anmeldung sollte jeweils nicht mehr als zehn Minuten in Anspruch nehmen und funktioniert bequem von Zuhause aus.

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Christian Erxleben ist ausgebildeter Journalist mit Erfahrung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Gesundheit. Neben seiner Arbeit für FINANZENTDECKER als Experte für Finanzprodukte, ist er beim Diakoniewerk Martha-Maria tätig. Er investiert aktiv in Aktien und ETFs.