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Bestes Tagesgeld für Kinder: Vergleich, Zinsen & Steuertipps

Ein Tagesgeld für Kinder ist eine der einfachsten und sichersten Möglichkeiten, um Geld für den Nachwuchs anzusparen: Es gibt Zinsen, das Guthaben ist über die Einlagensicherung geschützt und du kommst jederzeit an das Geld. In diesem Vergleich zeigen wir dir, welche Banken das beste Tagesgeldkonto für Kinder anbieten, worauf du bei der Eröffnung achten musst und wie du die Zinsen für dein Kind sogar komplett steuerfrei kassierst.

Tagesgeld für Kinder: Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Kinder-Tagesgeldkonto läuft auf den Namen des Kindes, wird aber von den Eltern als gesetzliche Vertreter verwaltet.
  • Nicht jede Bank bietet Tagesgeld für Minderjährige an. Zu den Anbietern mit echtem Kinder- oder u18-Tagesgeld gehören unter anderem DKB, ING, Consorsbank, comdirect, Renault Bank und Santander.
  • Die besten Anbieter kombinieren solide Zinsen, kostenlose Kontoführung und die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
  • Über den Sparerpauschbetrag (1.000 Euro) und die NV-Bescheinigung lassen sich die Zinsen für dein Kind meist komplett steuerfrei vereinnahmen. 2026 sind so rund 13.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei.
  • Tagesgeld eignet sich vor allem für den sicheren, jederzeit verfügbaren Teil des Geldes. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein Kinderdepot mit ETF-Sparplan die renditestärkere Ergänzung.

Bestes Tagesgeld für Kinder: Unsere Empfehlungen im Überblick

Nicht jede Bank erlaubt es, ein Tagesgeldkonto auf den Namen eines Kindes zu eröffnen. Vor allem einige Neobanken und Banken aus dem Ausland (bspw. die Bank of Scotland) bieten ihr Tagesgeld ausdrücklich nicht für Minderjährige an. Ein echtes Kinder- oder u18-Tagesgeld findest du dafür bei Direktbanken wie der DKB, der ING, der Consorsbank oder der Comdirect sowie bei Autobanken wie der Renault Bank.

ING Kindertagesgeld

Das ING Extra-Konto ist eines der bekanntesten Tagesgeldkonten in Deutschland und lässt sich in der Junior-Variante auch für Kinder eröffnen. Die ING gilt in vielen Kinderkonto-Tests als Testsieger und punktet mit gutem Service und einer starken App.

Neukunden erhalten meist einen hohen Aktionszins. Wer sein Depot ohnehin bei der ING führt oder führen möchte, findet hier eine runde Komplettlösung. Passend dazu auch: Das ING Direkt-Depot Junior.

ING: Kurz & kompakt

ING Extra-Konto Junior Tagesgeld für KinderBeim Extra-Konto der ING kannst du ein Tagesgeldkonto auf den Namen deines Kindes eröffnen. Die ING punktet mit einem starken Testsieger-Ruf, einer sehr guten und übersichtlichen App und guten Aktionszinsen für Neukunden.

  • Konto auf den Namen des Kindes
  • Ausgezeichnete Banking-App
  • Attraktive Neukunden-Aktionszinsen

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DKB Kindertagesgeld

Die DKB zählt zu den größten Direktbanken Deutschlands und bietet mit dem u18-Tagesgeldkonto ein echtes Kinder-Tagesgeld an, das auf den Namen des Kindes läuft. Es wird als Unterkonto zum u18-Girokonto geführt und lässt sich im Zuge der Kontoeröffnung gleich mit beantragen.

Voraussetzung ist, dass mindestens ein Elternteil DKB-Kunde ist. Ein Pluspunkt ist die quartalsweise Verzinsung. Für Familien praktisch: Du kannst Girokonto, Tagesgeld und über den DKB Broker sowie das DKB Juniordepot auch die Geldanlage deines Kindes an einem Ort verwalten.

DKB u18-Tagesgeld: Kurz & kompakt

DKBDie DKB bietet mit dem u18-Tagesgeld ein echtes Kinder-Tagesgeld auf den Namen des Kindes an. Es läuft als Unterkonto zum u18-Girokonto und lässt sich mit Girokonto und Juniordepot bequem an einem Ort bündeln.

  • Echtes Konto auf Kindesnamen
  • Quartalsweise Verzinsung
  • Girokonto, Tagesgeld & Depot

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Consorsbank Kindertagesgeld

Die Consorsbank bietet attraktive Tagesgeldkonditionen, häufig mit einem hohen Aktionszins für Neukunden auf Guthaben bis zu einer sehr hohen Grenze. Für Familien besonders interessant ist die Kombination mit dem Young-Trader-Depot, mit dem du sicheres Tagesgeld und langfristigen Vermögensaufbau am Kapitalmarkt bei einer Bank verbinden kannst.

Consorsbank: Kurz & kompakt

Consorsbank Tagesgeld für KinderDie Consorsbank ermöglicht ein Tagesgeldkonto auf den Namen deines Kindes und lässt sich ideal mit einem Junior-Depot kombinieren. So legst du den sicheren Baustein und den langfristigen Vermögensaufbau bei einer Bank an.

  • Konto auf den Namen des Kindes
  • Kombinierbar mit Junior-Depot
  • Große Auswahl an ETF-Sparplänen

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Comdirect Kindertagesgeld

Die Comdirect bietet ihr Tagesgeld passend zum JuniorGiro an und hat den Eröffnungsprozess stark digitalisiert. Wer ein Comdirect Junior-Depot führt, kann Rücklagen des Kindes bequem verzinst parken und alles in einer Oberfläche verwalten.

Comdirect: Kurz & kompakt

comdirect Tagesgeld für KinderDie Comdirect bietet ein Tagesgeldkonto auf den Namen des Kindes, das sich prima mit dem JuniorGiro und einem Junior-Depot kombinieren lässt. Die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben.

  • Konto auf den Namen des Kindes
  • Quartalsweise Verzinsung
  • Mit JuniorGiro kombinierbar

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Renault Bank Kindertagesgeld

Die Autobanken wie die Renault Bank, Opel Bank oder VW Bank bieten häufig überdurchschnittliche Zinsen. Die Renault Bank stellt ein ausdrückliches U18-Tagesgeldkonto mit Zinsgarantie für Neukunden bereit. Wenn dir verlässliche, hohe Zinsen wichtig sind, lohnt sich hier der Blick.

Renault Bank: Kurz & kompakt

Renault Bank LogoDie Renault Bank bietet ihr Tagesgeld auch für Minderjährige („U18-Konten“) an und gibt Neukunden eine Zinsgarantie für die ersten paar Monate. Das sorgt gerade beim langfristigen Sparen fürs Kind für Planungssicherheit.

  • Tagesgeld auch für Minderjährige
  • Zinsgarantie für Neukunden
  • Kostenlose Kontoführung

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Die besten Konditionen findest du jederzeit in unserem interaktiven Tagesgeld-Vergleich. Dort findest du auch immer die tagesaktuellen Zinssätze aller gelisteter Banken.

Was ist ein Tagesgeldkonto für Kinder?

Ein Tagesgeldkonto für Kinder funktioniert genauso wie ein normales Tagesgeldkonto für Erwachsene: Du parkst Geld, bekommst dafür Zinsen und kannst jederzeit wieder darüber verfügen. Der entscheidende Unterschied liegt beim Kontoinhaber. Das Konto wird auf den Namen deines Kindes eröffnet und du als Elternteil oder Erziehungsberechtigter verwaltest es treuhänderisch bis zur Volljährigkeit.

Rechtlich gehört das Guthaben damit von Anfang an dem Kind, auch wenn du die Verwaltung übernimmst. Genau das ist der Punkt, der ein Kinder-Tagesgeld so attraktiv macht: Dein Kind hat eigene, von dir unabhängige Steuerfreibeträge, die du auf diesem Weg nutzen kannst (dazu später im Text mehr).

Damit ist ein Kinder-Tagesgeld ideal für alles, was sicher und flexibel bleiben soll: das monatliche Kindergeld, Taschengeld, Geldgeschenke von Oma und Opa zu Geburtstagen oder eine Rücklage, an die du im Zweifel schnell herankommst. Da es sich um eine reine Spareinlage handelt, gibt es bei einem Tagesgeld keine Kursschwankungen wie bei Aktien oder ETFs.

Viele Eltern und Großeltern greifen aus Gewohnheit noch zum klassischen Sparbuch. Das ist aber längst überholt: Während Sparbücher häufig nur symbolische Zinsen abwerfen, bietet ein Tagesgeldkonto bei gleicher Sicherheit deutlich mehr Zins und ist genauso flexibel. Für den sicheren Teil der Geldanlage deines Kindes ist Tagesgeld dem Sparbuch damit in fast jeder Hinsicht überlegen.

Für wen lohnt sich ein Kinder-Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto für dein Kind lohnt sich vor allem in diesen Fällen:

  • Du willst absolut sicher sparen: Das Guthaben ist über die Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kind geschützt und schwankt nicht wie Aktien.
  • Du brauchst Flexibilität: Anders als beim Festgeld ist dein Geld nicht für eine feste Laufzeit gebunden.
  • Du sparst für einen kürzeren Zeithorizont: Zum Beispiel für eine Playstation, den (Roller-)Führerschein, die erste eigene Wohnung oder einfach als „Notgroschen“ fürs Kind.
  • Du willst die Steuerfreibeträge deines Kindes nutzen: Sind deine eigenen Freibeträge ausgeschöpft, kann ein echtes Konto auf den Namen deines Kindes steuerlich richtig sinnvoll sein.

Sparst du dagegen langfristig, also über zehn Jahre und mehr für die finanzielle Zukunft deines Kindes, solltest du Tagesgeld eher als Baustein sehen. Über lange Zeiträume gleicht Tagesgeld die Inflation oft nur knapp aus. Für echten Vermögensaufbau ist ein Kinderdepot mit ETF-Sparplan die renditestärkere Wahl. Dazu weiter unten mehr.

Worauf solltest du beim besten Tagesgeld für Kinder achten?

Nicht jedes Tagesgeldkonto ist für Kinder gleich gut geeignet. Diese Kriterien sind aus unserer Sicht entscheidend.

1. Höhe und Verlässlichkeit der Zinsen

Klar, der Zinssatz ist wichtig. Aber schau nicht nur auf die reine Zahl, sondern auch darauf, ob es sich um einen Aktionszins für Neukunden handelt, der nach wenigen Monaten wieder fällt oder um einen dauerhaften Zins für alle Kunden. Gerade beim langfristigen Sparen fürs Kind ist ein verlässlicher Zins oft mehr wert als ein kurzer Lockzins, den du ständig durch einen Bankwechsel neu jagen musst.

2. Konto auf den Namen des Kindes

Wenn das Tagesgeldkonto direkt auf den Namen deines Kindes läuft, kannst du die Steuerfreibeträge deines Kindes nutzen. Das ist der größte steuerliche Vorteil eines echten Kinderkontos. Nicht jede Bank bietet das an. Ein Tagesgeld auf deinen Namen, das du nur für dein Kind nutzt, hilft dir bei den Steuerfreibeträgen nicht. Prüfe also vor der Eröffnung, ob das Konto tatsächlich auf den Namen des Kindes geführt wird. Bei mehreren Kindern eröffne für jedes Kind ein eigenes Tagesgeldkonto.

3. Kostenlose Kontoführung

Ein gutes Kinder-Tagesgeldkonto sollte nichts kosten. Achte darauf, dass keine Kontoführungsgebühren anfallen und es kein Verwahrentgelt bzw. Negativzinsen (heutzutage praktisch kein Thema mehr, aber in der Nullzinsära gab es das häufiger) gibt. Wie du generell bei Kontogebühren sparst, zeigen wir dir in unseren Tipps zu den Kosten eines Girokontos.

4. Sicherheit und Einlagensicherung

Achte auf die Einlagensicherung. Innerhalb der EU sind Einlagen gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Gerade wenn du für dein Kind sparst, sollte Sicherheit an erster Stelle stehen. Achte deshalb auf Banken mit hoher Bonität, etwa aus Deutschland. Bei ausländischen Banken solltest du prüfen, welches Sicherungssystem greift.

5. Einfache Verwaltung und Zinsintervall

Weil du das Konto verwaltest, sollte das Online-Banking übersichtlich sein und du im Idealfall alles in einer App im Blick haben. Ein Pluspunkt sind kurze Zinsintervalle: Wird monatlich statt nur quartalsweise oder jährlich verzinst, profitierst du früher vom Zinseszinseffekt. Praktisch ist es außerdem, wenn die Bank auch ein Girokonto oder ein Depot anbietet, sodass du perspektivisch alles an einem Ort bündeln kannst.

Tagesgeld für Kinder eröffnen: So funktioniert es Schritt für Schritt

Die Eröffnung eines Kinder-Tagesgeldkontos läuft bei den meisten Banken ähnlich ab. Sie ist etwas aufwendiger als bei einem normalen Tagesgeld, weil zusätzliche Nachweise nötig sind, aber in der Regel trotzdem schnell erledigt.

  1. Bank auswählen: Entscheide dich anhand unseres Vergleichs oben für einen Anbieter. Prüfe, ob das Konto tatsächlich auf den Namen des Kindes läuft und ob ein Elternteil bereits Kunde sein muss.
  2. Antrag ausfüllen: Du gibst die Daten deines Kindes und deine eigenen Daten als gesetzlicher Vertreter an.
  3. Zustimmung beider Elternteile: Bei gemeinsamem Sorgerecht müssen in der Regel beide Elternteile der Eröffnung zustimmen, entweder per Unterschrift auf dem Antrag oder über eine separate Erklärung. Hast du das alleinige Sorgerecht, entfällt das.
  4. Nachweise bereithalten: Meist brauchst du die Geburtsurkunde des Kindes und die Ausweise der Eltern.
  5. Identität bestätigen: Die Legitimation erfolgt per VideoIdent oder PostIdent und ist in der Regel von Zuhause aus möglich.
  6. Geld einzahlen: Nach der Freischaltung überweist du das erste Guthaben und richtest bei Bedarf einen Dauerauftrag ein, zum Beispiel für das monatliche Kindergeld oder Taschengeld.

Der ganze Prozess dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde, zusammen gerechnet und aufgeteilt auf die verschiedenen Schritte.

Zinsen fürs Kind steuerfrei kassieren: Freibeträge clever nutzen

Jetzt kommt der spannendste Teil, denn hier liegt der große Vorteil eines echten Kinder-Tagesgeldkontos. Wenn das Konto auf den Namen deines Kindes läuft, hat dein Kind eigene Steuerfreibeträge, die völlig unabhängig von deinen eigenen sind. Damit lassen sich die Zinsen in der Regel komplett steuerfrei vereinnahmen (außer dein Kind hat außerordentlich hohe Einkünfte).

Der steuerfreie Rahmen setzt sich 2026 aus mehreren Bausteinen zusammen:

  • Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro pro Jahr. Bis zu dieser Grenze bleiben Kapitalerträge wie Zinsen ohnehin steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag vorliegt.
  • Grundfreibetrag: 12.348 Euro pro Jahr (Stand 2026). Da Kinder in der Regel kein eigenes Arbeitseinkommen haben, können sie diesen Freibetrag zusätzlich für ihre Kapitalerträge nutzen.

In Summe kommt dein Kind so auf einen steuerfreien Betrag von rund 13.348 Euro pro Jahr, deutlich mehr als bei einem Konto auf deinen Namen. Bei den üblichen Tagesgeldsummen für Kinder fallen damit in der Praxis so gut wie nie Steuern an.

Zwei Instrumente sind dafür wichtig:

  • Freistellungsauftrag: Erteile der Bank einen Freistellungsauftrag über den Sparerpauschbetrag deines Kindes (1.000 Euro), damit bis zu dieser Grenze keine Abgeltungssteuer abgeführt wird. Der Auftrag ist kostenlos.
  • NV-Bescheinigung: Erwartest du höhere Kapitalerträge über 1.000 Euro, beantragst du beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) für dein Kind. Sie bestätigt, dass dein Kind voraussichtlich keine Einkommensteuer zahlen muss, gilt in der Regel drei Jahre und wird bei der Bank hinterlegt. Dann behält die Bank auch oberhalb des Sparerpauschbetrags keine Steuern ein.

Wichtig: Familienversicherung und Gestaltungsmissbrauch

Zwei Dinge solltest du unbedingt im Hinterkopf behalten:

Familienversicherung: Sehr hohe Kapitalerträge können dazu führen, dass dein Kind aus der beitragsfreien gesetzlichen Familienversicherung fällt. 2026 liegt die relevante Grenze bei rund 7.780 Euro Kapitalerträgen (also Zinsen) pro Jahr (Einkommensgrenze plus Sparerpauschbetrag). Bei üblichen Tagesgeldsummen ist das kein Thema, bei sehr großen Beträgen solltest du aber aufpassen.

Kein Gestaltungsmissbrauch: Sobald das Geld auf dem Konto des Kindes liegt, gehört es rechtlich dem Kind. Du darfst es also nicht einfach für eigene Zwecke zurückholen. Wer nur die eigenen Ersparnisse auf den Kindesnamen umparkt, um Steuern zu sparen, und das Geld faktisch weiter selbst nutzt, riskiert, dass das Finanzamt dies als Gestaltungsmissbrauch wertet und Steuern nachfordert. Das Kinder-Tagesgeld sollte also wirklich nur und ausschließlich fürs Kind gedacht sein.

Tagesgeld oder Kinderdepot: Was ist besser fürs Kind?

Diese Frage stellen sich viele Eltern und die Antwort lautet: Es kommt auf den Zeithorizont an. Beide Bausteine haben ihre Berechtigung und schließen sich nicht aus. Sie sollten als Ergänzung zueinander gesehen werden.

Tagesgeld Kinder-Depot
Sicherheit sehr hoch Schwankungen möglich
Renditechance niedrig – moderat langfristig höher
Verfügbarkeit täglich immer handelbar, aber Kursrisiko
Ideal für sicheres Sparen langfristigen Vermögensaufbau
Steuerfreibeträge nutzbar nutzbar

Als Faustregel gilt: Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst oder das jederzeit sicher verfügbar sein soll, gehört aufs Tagesgeld. Geld, das über zehn Jahre und länger für die Zukunft deines Kindes wachsen soll, ist im Aktien- oder ETF-Sparplan (siehe auch Frühspar-Rente) besser aufgehoben, weil Tagesgeld langfristig meist nur die Inflation ausgleicht.

Für viele Familien ist deshalb die Kombination ideal: Das Tagesgeld dient als sicherer, flexibler Baustein und als „Notgroschen“ fürs Kind, während ein ETF-Sparplan im Kinderdepot langfristig für Rendite sorgt. Anbieter wie das Trade Republic Kinderdepot, das Scalable Capital Kinderdepot, das Comdirect Junior-Depot oder das ING Direkt-Depot Junior haben wir uns dazu bereits im Detail angeschaut. Einen Gesamtüberblick findest du in unserem Junior-Depot-Ratgeber.

Häufig gestellte Fragen zum Tagesgeld für Kinder

Ab welchem Alter kann ich ein Tagesgeld für mein Kind eröffnen?

In der Regel kannst du ein Tagesgeldkonto für dein Kind bereits ab der Geburt eröffnen. Du verwaltest es als gesetzlicher Vertreter bis zur Volljährigkeit deines Kindes.

Welche Banken bieten Tagesgeld für Kinder an?

Zu den bekanntesten Anbietern gehören DKB, ING, Consorsbank, Comdirect, Renault Bank und Santander. Nicht jede Bank erlaubt ein Konto auf Kindesnamen, die Bank of Scotland etwa bietet ihr Tagesgeld nicht für Minderjährige an.

Wem gehört das Geld auf dem Kinder-Tagesgeldkonto?

Wenn das Konto auf den Namen des Kindes läuft, gehört das Guthaben rechtlich dem Kind. Mit dem 18. Geburtstag erhält dein Kind die volle Verfügungsgewalt über das Konto.

Sind die Zinsen auf dem Kinder-Tagesgeld steuerfrei?

Über den Sparerpauschbetrag (1.000 Euro) und eine NV-Bescheinigung lassen sich die Zinsen in der Regel steuerfrei vereinnahmen, weil dein Kind eigene Steuerfreibeträge hat. 2026 sind so rund 13.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei. Erteile dazu einen Freistellungsauftrag.

Müssen beide Eltern der Kontoeröffnung zustimmen?

Bei gemeinsamem Sorgerecht ja, dann müssen beide Elternteile müssen der Eröffnung eines Kontos auf den Namen des Kindes zustimmen. Hast du das alleinige Sorgerecht, entfällt die Zustimmung des zweiten Elternteils.

Kann ich das Kindergeld direkt auf das Tagesgeldkonto sparen?

Ja, viele Eltern richten einen Dauerauftrag ein und lassen das Kindergeld oder einen Teil davon automatisch auf das Kinder-Tagesgeld fließen.

Fazit: Für wen lohnt sich ein Tagesgeld für Kinder?

Ein Tagesgeldkonto für Kinder ist die richtige Wahl, wenn du sicher, flexibel und ohne Kursrisiko für deinen Nachwuchs sparen willst. Zudem ist es dem klassischen Sparbuch klar überlegen. Das beste Kinder-Tagesgeld kombiniert einen verlässlichen Zins, kostenlose Kontoführung, die gesetzliche Einlagensicherung und ein Konto, das auf den Namen deines Kindes läuft, damit du die Steuerfreibeträge voll ausnutzen kannst.

Welcher Anbieter für dich der beste ist, hängt von deinen Prioritäten ab: Für die steuerlichen Vorteile und eine runde Komplettlösung sind Direktbanken wie DKB, ING, Consorsbank oder Comdirect sowie die Renault Bank ideal geeignet.

Für den langfristigen Vermögensaufbau solltest du das Tagesgeld als sicheren Baustein sehen und zusätzlich ein Kinderdepot mit ETF-Sparplan in Betracht ziehen. So verbindest du Sicherheit und Renditechancen optimal.

Die aktuell besten Konditionen findest du jederzeit in unserem interaktiven Tagesgeld-Vergleich. Dort kannst du die Zinsen der Anbieter tagesaktuell gegenüberstellen und das passende Konto für dein Kind auswählen.

Unsere Kinder-Tagesgeld-Empfehlungen

Tobias Gillen ist Unternehmer, Journalist und Buch-Autor. Neben seiner Position als Geschäftsführender Gesellschafter der BASIC thinking GmbH hat er 2017 das Online-Magazin FINANZENTDECKER gegründet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, finanzielle Bildung in Deutschland zu stärken. 2014 wurde er vom "Medium Magazin" als einer der besten 30 Journalisten unter 30 ausgezeichnet.